Albert-Schweitzer-Schule Dorsten

Ein neuer Abschnitt nun beginnt,

wir wünschen, dass es Dir gelingt,

stets fröhlich und vergnügt zu bleiben

auch beim Lesen, Rechnen und Schreiben.

(Verfasser unbekannt)

Ein Informationsabend für alle interessierten Erziehungsberechtigten und ein Tag der offenen Tür läuten die Einschulung bereits wenige Wochen nach den Sommerferien ein.

Die Anmeldung der künftigen Schulneulinge erfolgt dann im Frühherbst des Jahres vor dem Schuleintritt mit der Abgabe der Anmeldekarte in unserem Schulsekretariat. Dabei unterschreiben die Eltern auch bereits, dass die Grundschule sich mit den Erziehern der Kindertageseinrichtung austauschen darf.

Die so erfassten Schulneulinge werden im Herbst in ihren Kindergärten besucht. Bei diesem Kindergartenbesuch lernt die Schulleitung die zukünftigen Schulneulinge erstmals kennen und tauscht sich mit den Erzieherinnen über die Kinder aus. Damit beginnt bei uns die Schuleingangsdiagnostik, die zum Ziel hat, allen Kindern einen optimalen Schulstart zu ermöglichen.

Im sog. „Kindergartenspiel" wird im Spätherbst der Entwicklungsstand der Kinder in allen Bereichen des Schulfähigkeitsprofils festgestellt:

    • Grob- und Feinmotorik
    • Visuelle und auditive Wahrnehmung
    • Kommunikationsfähigkeit, Selbstständigkeit, Emotionalität
    • Spiel- und Lernverhalten, Konzentrationsfähigkeit
    • Sprachentwicklung
    • Zahlbegriffsentwicklung

Im Anschluss an das Kindergartenspiel findet ein intensiver Austausch zwischen den beteiligten Lehrern und Erziehern statt, mit dem Ziel, jedes Kind seinen Bedürfnissen entsprechend bis zum Schuleintritt zu fördern.

Im nächsten Schritt (Dezember/Januar) findet ein ausführliches Gespräch mit den Erziehungsberechtigten in unserer Schule statt, bei dem auch über die Lebenssituation und den bisherigen Entwicklungsverlauf gesprochen wird. Eventuell notwendige Fördermaßnahmen werden vereinbart. In manchen Fällen wird mit den Eltern besprochen, eine Beratungsanfrage an das Kompetenzzentrum für Sonderpädagogische Förderung in Dorsten zu stellen, um gezielt Fachleute mit ins Boot zu holen, die gemeinsam mit den Lehrern der Grundschule vertiefende diagnostische Untersuchungen durchführen und ggf. auch über den besten Förderort für ein einzelnes Kind nachdenken.

Ende Januar/Anfang Februar besuchen die zukünftigen Schulneulinge mit ihren Erzieherinnen eine Woche lang unsere Schule. Sie nehmen an einer Projektwoche teil, in der sie gemeinsam mit den Erstklässlern der Schule in verschiedensten Gruppen zu einem Thema „arbeiten“. Diese Projektwoche dient insbesondere dem Abbau von Schwellenangst und dem Aufbau einer positiven Einstellung zur Schule. In allen Gruppen steht der Spaß am gemeinsamen Tun im Vordergrund. Ganz nebenbei lernen die zukünftigen Schulkinder ihre Schule und viele Lehrer schon einmal kennen, erhalten einen Einblick in das, was Schule kennzeichnet und was in der Schule anders ist als im Kindergarten. Ängste vor dem Neuen werden abgebaut, die zukünftigen Schulkinder erfahren eine sozial-emotionale Stärkung im Hinblick auf den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Sie sehen, was die Kinder, die vor gut einem halben Jahr selbst noch Kindergartenkinder waren, in der Schule schon alles gelernt haben und gewinnen das Vertrauen, dass sie selbst auch bald lesen, schreiben und rechnen können. Zur Erinnerung entsteht ein Buch für jedes Kind, das im Laufe der Woche immer dicker wird und dessen letzte Seite, die Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme an der Projektwoche, am Freitag zum Abschluss feierlich eingeheftet wird. Eingebettet in die Projektwoche ist auch ein Tag, an dem die Erstklässler zum Gegenbesuch in ihren alten Kindergarten gehen.

Im Februar/März werden alle Kinder mit ihren Eltern zu den Fitmacherkursen eingeladen, die an 7 Nachmittagen in der Schule stattfinden. Hier erhalten die Eltern Tipps, wie sie ihre Kinder in den Monaten bis zum Schulbeginn spielerisch in bestimmten Bereichen fördern können. Dies sind die Themen der Fitmacherkurse:

    • Grobmotorik: Wir turnen
    • Feinmotorik/Auge-Hand-Koordination
    • Sehen – Visuelle Wahrnehmung
    • Konzentration/Anstrengungswille
    • Hören – Auditive Wahrnehmung
    • Sprechen
    • Zählen – Zahlenverständnis / Mathematik

Nach den Osterferien werden in der Schule Elternseminare zur Erziehungsverantwortung von Elternhaus und Schule angeboten. An 5 Abenden vermitteln ausgebildete Elterntrainer der Schule den Eltern das Konzept „Positive Erziehung in Elternhaus und Grundschule“, das von Gottfried Duhme entwickelt wurde und seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit der Westfalen-Stiftung an den Schulen verbreitet wird.

Im Frühsommer besuchen die zukünftigen Schulneulinge ein weiteres Mal unsere Schule, dieses Mal auf Einladung ihrer zukünftigen Schulpaten, die einen Spielevormittag vorbereitet haben. Hier können die Schulneulinge spielerisch die Schule intensiver kennen lernen und weitere Hemmschwellen überwinden.

Kurz vor den Sommerferien erfahren die Erziehungsberechtigten beim Elternabend in der Schule alles, was sie noch für einen guten Schulstart wissen müssen (Klassenleitung, Klassenzusammensetzung, benötigte Materialien...).

Je nach Klassenlehrer findet unmittelbar vor den Sommerferien oder am 1. Schultag nach den Sommerferien ein Kennenlernnachmittag in den neuen Klassenverbänden statt. Hierdurch soll Kindern und Eltern die Spannung für das Neue, das auf sie zukommt, genommen werden.

Am 2. Schultag nach den Sommerferien werden die Schulneulinge während der Einschulungsfeier von allen Kindern und Lehrern unserer Schule begrüßt und herzlich in die Schulgemeinschaft aufgenommen. Anschließend geleiten ihre Schulpaten sie in die Klassen zur ersten Unterrichtsstunde, während sich die Eltern, Großeltern, Paten... in der Cafeteria bei kalten Getränken und Kaffee und Kuchen über ihre eigenen Erinnerungen an die Einschulung austauschen oder sich im Schulgebäude umschauen.

Den Abschluss aller Aktivitäten zum Übergang vom Kindergarten in die Grundschule bildet der „Elternsprechtag verkehrt“, der ca. 2 Wochen nach Schulbeginn stattfindet. Bei diesem Elternsprechtag berichten die Eltern über die Veränderungen in der Familie durch den Schuleintritt ihres Kindes, über evtl. aufgetretene Probleme, es werden Fragen beantwortet und Hilfen gegeben.