Albert-Schweitzer-Schule Dorsten

Die Albert-Schweitzer-Schule hat dank ihrer originellen und durchdachten Konzepte für ein Spielezimmer und für eine Werkstatt „Experimentieren“ eine komplette Spieleausstattung und ein umfangreiches Experimentierpaket von Kosmos gewonnen. Die Initiative „Spielen macht Schule“ fördert so das klassische Spielen an Schulen nach dem Motto „Spielen macht schlau!“ ebenso wie das naturwissenschaftliche Experimentieren.

Zertifiziert2014

„Spielen und Lernen sind keine Gegensätze! Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel“, so Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, ZNL Ulm,

und

„Wenn ein Kind etwas formt oder gestaltet, aufbaut oder entwickelt, erlebt es sein persönliches Können im greifbaren Ergebnis. Wenn ein Kind genau beobachtet und beschreibt, was es sieht, trainiert es eine Fähigkeit, die es in vielen Bereichen seines Lebens braucht“, so Dr. Katrin Hille, Geschäftsführende Gesamtleitung des ZNL Ulm.

Die Albert-Schweitzer-Schule hat sich an dem Aufruf der Initiative beteiligt und zwei Konzepte eingereicht, in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen rund um ein Spielzimmer in ihrer Schule bzw. rund um das Experimentieren vorstellt. Insgesamt gibt es in diesem Jahr 205 Gewinner von Spielezimmern und 60 Gewinner eines Experimentierpaketes in allen 16 Bundesländern.

Die Initiative „Spielen macht Schule“ wurde vom Verein „Mehr Zeit für Kinder“ und dem ZNL Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen 2007 gemeinsam ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Initiative von den 16 Kultusministerien. Um ein Spielezimmer für ihre Schule zu gewinnen, hatten die Grundschulen bis Juni 2014 Zeit, ihre individuell erarbeitete Bewerbung an den Verein „Mehr Zeit für Kinder“ zu schicken. Die besten Konzepte wurden von einer Fachjury prämiert und die Einrichtung der Spielzimmer erfolgte im Anschluss.

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Einige Auszüge aus dem Spielekonzept:

Die Schule beginnt in allen Klassen mit einem offenen Anfang. Die Kinder können 15 Minuten vor dem regulären Klingeln in ihre Klassen gehen und sich dort frei und selbständig beschäftigen. In diesem Zeitrahmen werden oft Spiele gewählt.

Auch in der „Frühbetreuung (von 7:15 – 7:45 Uhr) und nach dem Unterricht in der Wartezeit auf Arbeitsgemeinschaften nehmen die Kinder das Spieleangebot wahr.

In den Planarbeitsstunden dürfen sich Kinder, die ihre Aufgaben erfüllt haben, mit ausgewählten Spielen beschäftigen.

In vielen Förderstunden werden Spiele zur Stärkung des sozialen Miteinanders, zur Förderung der Konzentration, der Wahrnehmung, der deutschen Sprache und des Matheverständnisses eingesetzt.

Insbesondere leistungsstarken Kindern werden in den Forderstunden Strategiespiele und Spiele, die das logische Denken fördern, angeboten.

Im offenen Ganztag werden die Spiele aus dem Spielezimmer bewusst nur im Rahmen einer AG eingesetzt. Würden die Spiele regulär ausliegen, würde das Interesse u.U. verloren gehen. Durch die Begleitung von Erwachsenen erhält das Spiel einen anderen Schwerpunkt und Stellenwert. Angeleitetes Spiel fördert das Spielverständnis und vertieft die Regeln des Spiels und des Miteinanders. Die Förderung der gegenseitigen Wissensvermittlung und des gegenseitigen Erklärens stärkt das Selbstbewusstsein, die Wahrnehmung und das logische Denken.

In der Regel wird im Spielezimmer der OGS, im Forum der Schule oder in den Klassenräumen gespielt. Bei schönem Wetter dürfen sich die Kinder auch mit einem Spiel in die Sitzecke des Innenhofes setzen.

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Der zentrale Aufbewahrungsplatz für alle Spiele ist ein großes Regal im Forum der Schule. Hier hängt auch das Plakat mit den Regeln, insbesondere den Ausleihregeln, die sowohl in der Schule als auch in der OGS gelten.

Jedes Kind besitzt eine Ausleihkarte.

Auch jeder Lehrer hat die Möglichkeit passend zu seinen Unterrichtsthemen Spiele auszuleihen. Es gelten dieselben Ausleihregeln wie bei den Kindern. Die anderen Lehrer berücksichtigen ggf. in ihrer Planung, dass in der Zeitspanne diese Spiele nicht zur Verfügung stehen.

Im Rahmen des Elterncafes, das zweimal in der Woche stattfindet, wird einmal im Monat eine Spielezeit angeboten, in der die Eltern die Spiele der Schule im gemeinschaftlichen Spiel ausprobieren können.

Zu besonderen Spielenachmittagen einzelner Klassen oder in Verbindung mit dem Elterncafe wird nach Bedarf eingeladen.

Für die Ausleihe und die Rückgabe gibt es einen Spieledienst, den die dritten Klassen stellen. In Bezug auf die Elternschaft übernehmen die Betreuerinnen des Elterncafes diesen Rückgabedienst. Die Kollegen und Mitarbeiter der Schule geben die Spiele eigenverantwortlich zurück

Auch die Experimentierboxen stehen im zentralen Forum und können von allen Lehrern aller Jahrgangsstufen genutzt und eingesetzt werden, sowohl im Fachunterricht der Klasse als auch im Forderunterricht.

Je nach Thema des Sachunterrichts können die Boxen kontinuierlich über einen längeren Zeitraum den Unterricht bereichern. Werden sie im Forderunterricht genutzt, werden sie einmal die Woche im Forum eingesetzt.

Auch im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften zum Experimentieren des Offenen Ganztages sollen die Experimentierboxen eine Bereicherung bilden.

Die Möglichkeit zu experimentieren erhöht das Interesse und die Lernbereitschaft der Kinder, sich weiter am Unterricht zu beteiligen. Wesentliches Ziel ist es, die Neugierde und das Interesse der Kinder zu fördern und zu stärken. Die Kinder haben beim Experimentieren die Möglichkeit, Unbekanntes selbständig zu erarbeiten, sich auszuprobieren, Aufgaben zu erarbeiten und umzusetzen, gemeinsam Lösungen zu finden, Ideen anderer Kinder aufzugreifen und weiterzuentwickeln.

Das liegt an…